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Schulleitungsstudie
Abstrakte Polygonform in Rottönen. Flächen variieren in Größe und Schattierungen.
Bild: Cornelsen/Creation

Cornelsen Schulleitungsstudie 2026

Zwischen Überlastung und Aufbruch

Schulleitungen eine Stimme geben

Die Cornelsen Schulleitungsstudie gibt Schulleitungen in Deutschland eine starke, öffentliche Stimme. Die repräsentative Studie des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie unter Beteiligung von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann zeigt: Deutschlands Schulen setzen viele Reformen gleichzeitig um und übernehmen dabei über das normale Maß Verantwortung.

Ganztagsanspruch trifft auf Schulen am Limit 

Bild: Cornelsen/Inhouse

Zum Start des Reformschuljahres hält nur jede fünfte Grundschulleitung hochwertige Ganztagsbildung unter den aktuellen Voraussetzungen für möglich; auch Startchancen-Programm und Digitalisierung werden ambivalent betrachtet. Ganztag, Startchancen-Programm, Digitalpakt 2.0 und der rasante Einzug Künstlicher Intelligenz treffen auf Schulen, die bereits stark belastet sind – und verändern damit auch die Rolle der Schulleitungen. 

Zum „Schule leiten“ kommen Schulleitungen heute kaum noch. 87 Prozent fehlt ausreichend Zeit für Führung und Gestaltung.

Bild: Klaus Hurrelmann

Bildungsforscher Klaus Hurrelmann

Mich beeindruckt, mit welchem außerordentlichen Engagement die Schulleiterinnen und Schulleiter diese Vielzahl von Reformen vorantreiben. Vieles funktioniert derzeit nur, weil sie weit über das normale Maß hinaus Verantwortung übernehmen. Wer Schulen verändern will, muss auch dafür sorgen, dass die Menschen, die diese Veränderungen vor Ort umsetzen, ausreichend Zeit, Personal und verlässliche Unterstützung erhalten.

Bürokratie als Bremsklotz 

Bild: Cornelsen/Inhouse

Setzt eine Schule Ganztagsanspruch und Startchancen-Programm gleichzeitig um, erhöht sich die wöchentliche Arbeitszeit von Schulleitungen um rund sieben Stunden pro Woche. 


Überwältigende Mehrheit befürwortet Smartphone-Verbot 

Bild: Cornelsen/Inhouse

An allgemeinbildenden Schulen befürworten über 90 Prozent ein ganztägiges Smartphone-Verbot; ebenso viele wünschen sich mehr Unterstützung beim Thema Cybermobbing. 


Bild: Cornelsen/Inhouse

88 Prozent berichten von psychischen Problemen in der Schüler:innenschaft, 81 Prozent von familiären Herausforderungen und 79 Prozent von sozialen Auffälligkeiten. Lernschwierigkeiten, die eigentlich das Kernthema schulischer Förderung sein sollten, folgen mit 74 Prozent erst an vierter Stelle. 

Abstrakte Grafik mit roten geometrischen Formen und Polygonen.

Ergebnisse im Detail 

Eine detaillierte Zusammenfassung sowie die Möglichkeit zum Download erhalten Sie hier.

Zu den Ergebnissen

Ganztag eher als Betreuungs- denn als Bildungsangebot? 

Bild: Cornelsen/Inhouse

Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung  schrittweise für Grundschulkinder. Als größte Hürden nennen 74 Prozent unzureichende Räumlichkeiten, 54 Prozent fehlendes qualifiziertes Personal.  


Startchancen-Programm: hohe Zustimmung, hohe Hürden 

Bild: Cornelsen/Inhouse

Das Startchancen-Programm wird von den teilnehmenden Schulen grundsätzlich begrüßt. Gleichzeitig ist die Skepsis groß, ob das zentrale Programmziel vor Ort erreichbar ist: 75 Prozent der Schulleitungen sehen Beantragung und Genehmigung als Umsetzungshindernis.