Es gehört sicher zu den schönsten Aufgaben von Lehrkräften, ihren Schülerinnen und Schülern das Lesen nahezubringen. Das beginnt im frühesten Unterricht mit der allerersten Fibel, setzt sich fort mit zeitgenössischen und klassischen Lektüren in der Sekundarstufe I und führt bis hin zu den Pflichtlektüren für das Abitur. Auf dem Weg dorthin begegnen die Lernenden Schullektüren aus verschiedensten Epochen, Gattungen und Genres.
Die Schullektüre umfasst zum einen die Gegenwartsliteratur wie auch moderne Bestseller – nicht selten sind dies Werke, die zu den Lieblingsbüchern der Lernenden gehören oder zu solchen werden können. Aber auch die klassische Literatur wird den Schülerinnen und Schülern behutsam nähergebracht. Werke wie Goethes „Faust I.“ oder Büchners „Woyzeck“ gehören nach wie vor an vielen Schulen zu den Pflichtlektüren, und auch Autoren wie Bertolt Brecht, Thomas Mann oder Franz Kafka sind häufig vertreten.
Nicht zuletzt leben auch die modernen Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch von Lektüren. Die erste Zeit im Fremdsprachenunterricht besteht hauptsächlich aus dem Erlernen von Grammatik und Vokabeln und dem Verstehen von konstruierten Texten. Im späteren Verlauf kommen authentische Texte hinzu. Die Lernenden empfinden es oft als höchst motivierend, wenn sie bemerken, dass sie diese lesen und verstehen können – ein echter Anreiz, sich der Sprache noch intensiver zu widmen.