
Vielfältige Möglichkeiten der Leistungsbewertung
Die grundsätzlichen Kriterien, die zur Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung herangezogen werden, ergeben sich aus den Rahmenlehrplänen und weiteren Vorschriften. Die einzelnen Schulen konkretisieren sie in ihren schulinternen Curricula. Die Leistungsbeurteilung von Schülern und Schülerinnen kann in verschiedenen Formen erfolgen:
- Bewertung mündlicher Leistungen, z. B. der Mitarbeit, der Beteiligung an Gruppengesprächen oder der Präsentation von Referaten
- Leistungsbewertung im schriftlichen Bereich, etwa durch Klassenarbeiten, Tests, Bewertung von Arbeitsblättern, Aufsätzen, Hausaufgaben etc.
- Beurteilung von praktischen Ergebnissen wie Experimenten, Aufführungen, Plakaten etc.
Nicht immer bezieht sich die Leistungsbewertung nur auf die Art der Teilnahme am Unterricht oder auf die Ergebnisse einer Arbeit. Die Lehrkräfte können auch die Lernprozesse und die Fortschritte der Lernenden zur Beurteilung heranziehen. Eine Möglichkeit der Leistungsbewertung besteht darin, mit Lern- oder Projekttagebüchern sowie der Portfoliomethode zu arbeiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Schülerinnen und Schüler die Kriterien nachvollziehen können, auf denen die Bewertung basiert.
Cornelsen erleichtert die Leistungsmessung: Viele Cornelsen-Reihen umfassen neben dem eigentlichen Lernstoff und nützlichen Handreichungen für Lehrkräfte auch konkrete Vorschläge zur Leistungsmessung. Lehrkräfte können beispielsweise fertige Kopiervorlagen für Tests oder Klassenarbeiten, Bögen für die Unterrichtsbeobachtung und digital verfügbare Arbeitsblätter nutzen, die sich zum Überprüfen einzelner Kompetenzen eignen.
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Die Bezugsnormen der Leistungsbewertung berücksichtigen
In der Didaktik wird die Leistungsbewertung an Bezugsnormen festgemacht. In der Hauptsache sind es die folgenden drei:
- Die individuelle Bezugsnorm: Der Leistungsstand eines Kindes wird mit einem früheren Leistungsstand, jedoch nicht mit dem anderer Schülerinnen und Schüler verglichen.
- Die anforderungsbezogene Bezugsnorm: Die Leistungsbewertung geschieht anhand festgelegter Lernziele und entsprechender Kriterien, die für alle Lernenden gleich sind.
- Die vergleichsorientierte Bezugsnorm: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden mit denen anderer Lernender verglichen – z. B. in derselben Klasse, am selben Wohnort oder im selben Bundesland.
In der Grundschule ist die individuelle Leistungsbeurteilung üblich: Die Lernfortschritte jedes einzelnen Kindes stehen im Vordergrund. Mit den Jahren rücken die Anforderungen mehr in den Mittelpunkt – die Leistungsbewertung am Gymnasium und an anderen weiterführenden Schulen richtet sich dann eher nach der anforderungsbezogenen Norm. Eine vergleichsorientierte Bezugsnorm ist vor allem sinnvoll, um die durchschnittlichen Leistungen von Gruppen und Schulen oder die Leistungen an verschiedenen Orten zu vergleichen und entsprechende Verbesserungen der Lehrprozesse daraus abzuleiten.
Faire und objektive Leistungsbewertung
Lehrpersonen wissen, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler objektiv, fair und unabhängig von ihren eigenen Meinungen zu beurteilen haben. Und sie wissen auch, dass Lehrerinnen und Lehrer nur Menschen sind und ihr subjektives Empfinden niemals ganz abschalten können. Aus diesem Grund sind Materialien für eine objektive Leistungsbewertung im Unterricht so wichtig. Damit lassen sich alle Schülerinnen und Schüler nach denselben Kriterien prüfen, auch wenn natürlich – je nach Voraussetzungen – unterschiedliche Förderungen zum Einsatz kommen können.
Bei der Auswahl der Materialien sind stets die Regeln des jeweiligen Bundeslands zu berücksichtigen. Sie finden bei Cornelsen speziell angepasste Reihen für alle Länder, die den geltenden Vorschriften entsprechen. So können Sie eine einheitliche, faire und objektive Leistungsbewertung sicherstellen.
Unsere Empfehlung
Digitale Leistungsmessung mit Cornelsen
Am Anfang der Arbeit mit einer neuen Lerngruppe kann die Online-Diagnose von Cornelsen stehen. Sie hilft, den Lernstand der Schülerinnen und Schüler zu erfassen, und weist außerdem passende Förder- und Lernmaterialien zu. So machen es Lehrkräfte den Lernenden leichter, die Lernziele zu erreichen. Am Ende einer Unterrichtsreihe erfolgt dann die Leistungsbewertung – oder alternativ eine erneute Lernstandserhebung, um den Fortschritt zu messen.